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Schlafmedizin

Erholsamer Schlaf ist kein Luxus, sondern ein wichtiger Teil der Herz-Kreislauf-Gesundheit.

Schnarchen, Atempausen, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche oder morgendliche Kopfschmerzen können Hinweise auf schlafbezogene Atemstörungen sein. Eine Abklärung hilft, Ursachen zu erkennen und passende Schritte einzuleiten.

Wenn Schlaf den Körper nicht mehr entlastet

Bei einer obstruktiven Schlafapnoe kommt es im Schlaf wiederholt zu Atempausen oder flacher Atmung. Der Sauerstoffgehalt kann fallen, der Körper reagiert mit Stressreaktionen und kurzen Weckreaktionen, die Betroffene oft gar nicht bewusst bemerken.

Die Folge kann ein Schlaf sein, der trotz ausreichender Dauer nicht erholsam ist. Häufige Hinweise sind ausgeprägtes Schnarchen, beobachtete Atemaussetzer, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsprobleme, nächtliches Schwitzen, morgendliche Kopfschmerzen oder schwer einstellbarer Blutdruck.

Schlafmedizinische Schwerpunkte

  • Abklärung von Schnarchen, Atempausen und Tagesmüdigkeit
  • Behandlung von Schlaflosigkeit (Insomnie)
  • Diagnostik bei Verdacht auf obstruktives Schlafapnoesyndrom
  • ambulantes Schlaflabor
  • Einordnung von Zusammenhängen mit Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen und Leistungsabfall

Schlafapnoe ist häufig und oft unterschätzt

Internationale epidemiologische Schätzungen gehen davon aus, dass obstruktive Schlafapnoe weltweit sehr viele Erwachsene betrifft. Entscheidend für Patientinnen und Patienten ist nicht die Zahl allein, sondern die Frage: Liegen Beschwerden oder Risikokonstellationen vor, die eine Untersuchung sinnvoll machen?

936 Mio. Erwachsene zwischen 30 und 69 Jahren mit geschätzter leichter bis schwerer obstruktiver Schlafapnoe weltweit.
30-69 Jahre: Altersgruppe der großen internationalen Prävalenzschätzung.
Herz Blutdruck, Rhythmus und Belastbarkeit können durch Schlafqualität beeinflusst werden.

Quelle: Benjafield et al., Estimation of the global prevalence and burden of obstructive sleep apnoea, The Lancet Respiratory Medicine, 2019.

Was im ambulanten Schlaflabor geklärt wird

Im ambulanten Schlaflabor werden während der Nacht relevante Signale aufgezeichnet, etwa Atmung, Sauerstoffsättigung, Herzfrequenz und Schlafbezogene Ereignisse. Diese Daten helfen, die Beschwerden objektiver zu bewerten.

Nach der Auswertung besprechen wir, ob eine schlafbezogene Atemstörung vorliegt, wie ausgeprägt sie ist und welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Dazu können Lebensstilmaßnahmen, eine weiterführende schlafmedizinische Behandlung oder eine Abstimmung mit weiteren Fachrichtungen gehören.

Vor dem Termin hilfreich

  • Beschreibung von Schnarchen oder Atempausen durch Partnerin oder Partner
  • Informationen zu Tagesmüdigkeit und Einschlafneigung
  • Blutdruckprotokoll, falls vorhanden
  • Ggf. vorhandene schlafmedizinische Befunde mitbringen
  • aktuelle Medikamente und relevante Vorerkrankungen

Häufige Fragen zur Schlafmedizin

Ist Schnarchen allein schon Schlafapnoe?

Nein. Schnarchen kann harmlos sein, kann aber auch mit Atempausen verbunden sein. Entscheidend sind Begleitsymptome wie Tagesmüdigkeit, beobachtete Atemaussetzer, Bluthochdruck oder Konzentrationsprobleme.

Warum betrifft Schlafapnoe das Herz?

Atempausen können Sauerstoffabfälle und Stressreaktionen auslösen. Das kann Blutdruck, Puls und Rhythmus belasten, besonders wenn bereits Risikofaktoren oder Herzerkrankungen bestehen.

Merkt man Atempausen selbst?

Oft nicht. Viele Betroffene erinnern sich nicht an nächtliche Weckreaktionen. Deshalb sind Hinweise von Angehörigen und objektive Messungen so wichtig.

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